Galileis Freundin

Historischer Roman

Der Schauplatz des Romans ist die Toskana in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. In Florenz, San Gimignano, Siena, Volterra und selbst in der Hafenstadt Marseille in der Provence spielt sich der Überlebenskampf einer selbständig denkenden Frau ab.

Die Markgräfin Caterina Picchena (Aussprache: Pikkéna), Tochter des ersten Staatssekretärs, gerät in das Machtgefüge der herrschenden Medici und der Kirche. Schönheit, Selbstbewußtsein und Klugheit scheinen nur dazu zu dienen, der Markgräfin ein unterdrücktes Leben zu bescheren. Befreundet mit Galilei, tauscht sie mit ihm die Lebenserfahrungen aus. Ihre gegenseitige Zuneigung ist von wachsender Hochachtung gekennzeichnet.

Sie lernt in frühen Jahren die Unmenschlichkeit der Inquisition kennen, wird mit fünfzehn von einem Abt brutal vergewaltigt und zwangsweise mit einem der reichsten Männer aus Florenz, dem alten, schwindsüchtigen Lorenzo de’ Buondelmonti verheiratet.

Ihre wahrhaftig tiefe Liebe findet sie außerhalb der Ehe. Der Franzose Frains d’Aix, ein Haudegen in Diensten des Großherzogs, erweckt die Leidenschaft der Markgräfin, deren Begehren sie auf einer abenteuerlichen Seereise bis nach Marseille führt.

Andererseits stellt ihr auch stets der lüsterne Kardinal Giancarlo de’ Medici, Bruder des herrschenden Ferdinand II. nach. Kardinal Giancarlo, sowie der Schwager der Gräfin, Pfarrer Don Alessandro, übertreffen sich in der Gier, sie zu vernichten. Der eine, weil er die hübsche Frau für sich selber nicht besitzen kann, der andere weil er nach dem Tod seines Bruders um Mitgift und Erbe fürchtet. Sie überwachen jeden Schritt der verwitweten Gräfin und nutzen Lügen, Intrigen und selbstherrlichen Machtbesitz zu ihrer Unterdrückung.

Schließlich schrecken sie noch nicht einmal davor  zurück,  Caterina  Picchena  mit Zustimmung des schwachen Großherzogs Ferdinand II. d'Medici in den Maschio der Festung Volterra zu stecken....

„Giancarlo will euch als Besitz, oder er wird euch vernichten.“ Dies ist eine der Schlüsselaussagen eines Freundes Caterina Picchenas. Die Stärke der Gräfin ist das Bewusstsein um das Unrecht dieser Welt, das sie schmerzlich genug selber erfahren mußte, und ihre Bereitschaft kompromißlos dagegen anzukämpfen.

Der philosophische Hintergrund zeigt unter der Herrschaft der verkommenen Medici und der machtbesessenen Kirche eine Frau, die mit Stolz ihr eigenes Leben bestimmen will, sich niemandem leicht gefügig zeigt und sich stets gegen die Ansprüche einer herrschenden Clique auflehnt. Die grausame Pest von 1630, die liederlichen Sitten in allen Gesellschaftsschichten, die Armut der Bauern, die mörderische Verfolgungsherrschaft der Inquisition und eine stürmische Flucht über das Meer, aber auch die sinnlose Untertänigkeit und Hilflosigkeit der Bürger bilden den Hintergrund und den Rahmen für den bewegenden und spannenden Roman.

Hintergründe, wie es zu diesem Roman kam

 

Wer plant schon einen Urlaub in der Toscana mitten im Winter? Meine Frau und ich. Über die Jahreswende wollten wir Ruhe genießen. In der Casa tres colli fanden wir unsere Unterkunft. Eine herrliche Mischung aus altem Wohngefühl und modernem Ambiente. Rundherum das typische Toscana Flair.

Schon am ersten Abend hatten wir das Glück Caterina Picchena zu begegnen. 

"Schlampe oder Rebell? Caterina Picchena, eine Vorreiterin des Feminismus " So hieß der Artikel in der Chianti News, einer örtlichen Touristen Zeitung.

Draußen war es diesig, nasskalt und neblig. Am Kamin eine wunderbare Gelegenheit sich diesen Artikel zu Gemüte zu führen und sich gerade einmal in die Geschichte einzulesen. Noch an diesem ersten Abend trafen meine Frau und ich die Entscheidung unseren Urlaub in eine Recherzeit umzuwandeln. Der letzte Satz ist ganz wichtig. Wenn meine Frau nicht mitgespielt hätte, hätte ich alles vergessen können. Jetzt aber zeigten sich urplötzlich mehrer Vorteile, die ich u.a. aus unserer Ehe ziehen konnte. Als Halbitalienerin spricht meine Frau natürlich auch italienisch und als Französin auch noch Französisch, was sich später für die Recherche in Marseille als sehr nützlich erwies.

Von dem Moment also gab es nur dieses eine Ziel, so viel wie möglich über den Stamm der Picchena, über ihren Vater, der bei Cosimo als Staatssekretär in Diensten stand und überhaupt über die ganze Geschichte zu erfahren. Unser Glück ließ uns auch weiterhin nicht im Stich. In unserer Nähe, also in der Nähe von Certaldo, fanden wir den Ort "Picchena", damals im Besitz einer Dame aus Bad Homburg. Diese freundliche Frau berichtete uns von einem Amateurhistoriker, auch in der Nähe, der einiges aus der Historie gesammelt und veröffentlicht hatte.

Schon saßen wir bei diesem Herrn im Wohnzimmer. Mit Begeisterung breitete er alle seine Funde aus, erzählte uns einiges mehr und überließ uns sogar einige Kopien, die ich gut verwerten konnte.

Es blieb weiterhin neblig und nasskalt. Eine gute Zeit sich in der Staatsbibliothek in Florenz, von der wir locker einen Passierschein erhielten, umzuschauen. So konnten wir sogar einen Brief von Curzio Picchena an Cosimo im Original lesen. Über diesen Weg erfuhren wir auch von der Freundschaft zu Galileo.

Ob nun Certaldo, Picchena, Siena, Volterra, Florenz oder die zahlreichen Schlösser und Villen aus der Zeit der Medici, wir besuchten alles, was zu besuchen war. Sogar dem Palio, dem berühmt berüchtigten Pferderennen mitten in der Stadt Siena, statteten wir im darauffolgenden Sommer einen Besuch ab und hatten wieder einmal Glück noch einen Platz auf einem der zahlreichen Balkone zu bekommen.

Uns fiel auch ein Buch in die Hand, in dem ein Zeitgenosse die Hochzeit Ferdinand II d'Medici mit Vittoria von Urbino minutiös beschreibt. Kirchenbesuche, Palastbesuche, Ausstellungen und Galerien aber auch Foltermuseen wie Folterkammern gehörten ebenso zu unserem ersten als auch zu unseren zweiten Besuch der Toskana.

Alles in allem ließ sich dadurch ein authentisches Bild des Lebens und der Umstände aus der Zeit Caterina Picchenas schaffen. Nicht zu vegessen die Bedingungen unter denen der große Wissenschaftler Galilei lebte und schließlich starb.

Wenn man alles zusammen nimmt, gibt es eine ganze Liste von Leuten, Bibliotheken und Archiven, denen ich meinen herzlichen Dank aussprechen darf.

Sie als Leser aber haben dadurch ein Werk in Händen, von dem Sie wissen, es ist authentisch.

Beim Leben mit Caterina Picchena wünsche ich Ihnen viele aufschlussreiche Stunden.

 

Nachfolgend habe ich Ihnen die Titelseite des fast vierhundert Jahre alten Buches von der Medici Hochzeit eingescannt.

Das, was andere Leser von dem Buch halten:

Auszug aus aus: http://www.amazon.de/Galileis-Freundin-ebook/dp/B0082PL95U/ref=sr_1_1?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1368613208&sr=1-1&keywords=Galileis+Freundin

 

Das Buch fasziniert von der ersten bis zur letzten Seite. Insbesondere die Tatsache, dass die Charaktere wirklich gelebt haben macht den Roman sehr spannend. Ich habe mich bemüht, die Authentizität der Geschichte weiter zu verfolgen. Leider waren die italienischen Behörden und Museen nicht mal in der Lage auf meine höflichen Anfragen zu antworten.

Trotzdem gelang es mir schließlich in Österreich eine alte Handschrift aufzutreiben (18. Jht.) die sich mit dem Thema befasst. Leider verfüge ich über keine Kenntnisse der damaligen italienischen Sprache. Somit harrt die Übersetzung der Handschrift noch ihrer Dinge.

 

Von 
Ludwig Kupka (Schluchsee) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Galileis Freundin (Kindle Edition)

Galileis Freundin von Gunter Tschauder ist nicht nur ein schöner Titel, sondern ein brillant geschriebenes und recherchiertes Werk. Schöne Schriftsprache, die alle nötigen Bilder beim Lesen aufkommen lässt.
Spannend bis zum letzten Wort geschrieben, bekommt man einen Jahrhunderteinblick jener Zeit von Caterina Piccena.

 

Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Galileis Freundin (Kindle Edition)

Da in den negativen Rezessionen die Art der gewählten Sprache kritisiert wird, muß ich sagen, daß diese zur Art der Geschichte passt. Comic- oder schlagworthafte Beschreibungen hätten in einer solchen Historie nichts verloren. Wer einen Stil a la Remarque nicht scheut, bekommt ein Stück Geschichte mit all seinen bunten und dunklen Seiten. Mich hat die Beschreibung des Werdegangs von Caterina Picchena jedenfalls so gefangen genommen, daß ich selbst im Internet recherchierte. Mancher Teil der Geschichte ist wohl dem Spannungsmoment geschuldet, um nicht in ein Dokumentarwerk zu verfallen, aber selbst die "blutigen" Abschnitte gehorchen geschichtlicher Wahrheit. Da es sich um Leben und Wirken der Gräfin Picchena handelt, erklärt sich auch die "Randfigur" Galilei. Für mich jedenfalls gute, passende Unterhaltung mit Niveau.

 

Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Galileis Freundin (Kindle Edition)

Dieses Buch habe ich sehr selten aus der Hand gelegt. Es ist eine interessante und spannende Geschichte, die sich durchaus so abgespielt haben könnte. Gute Story, guter und flüssiger Schreibstil. Sehr zu empfehlen.

 

Jetzt sind Sie an der Reihe:

 

Gehen Sie zu Amazon, dort oben in die Kathegorien klicken Sie "Kindle Shop" an, daneben tragen Sie ein: "Galileis Freundin", oben rechts ist das Feld, in dem Sie das Buch unglaublich preiswert kaufen und sich herunterladen können. Kindle bietet Ihnen sogar die Möglichkeit, das Buch kostenlos und zeitlich unbegrenzt zu leihen. Eine herrliche Geschichte für einen schönen Urlaub am Strand oder abends im Bett.


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